Akku- und Notstromberechnung
Erforderliche Akkukapazität einer Brandmeldeanlage nach DIN EN 54-4 berechnen, mit den eingebauten Akkus vergleichen und als PDF ablegen; Vorgaben und Stromaufnahmen pflegen.
Stand:
Eine Brandmeldeanlage muss bei Netzausfall eine bestimmte Zeit aus ihren Akkus weiterlaufen und danach noch Alarm geben können. Der Reiter Akkuberechnung rechnet die erforderliche Kapazität nach DIN EN 54-4 / DIN VDE 0833 aus, vergleicht sie mit den eingebauten Akkus und legt das Ergebnis als PDF bei der Anlage ab. Ansehen dürfen alle mit dem Recht „Anlagen ansehen“, speichern alle mit „Komponenten bearbeiten“.
So rechnet Revisio#
| Schritt | Formel |
|---|---|
| Kapazität Ruhe | Ruhestrom × Überbrückungszeit |
| Kapazität Alarm | Alarmstrom × Alarmdauer |
| Erforderliche Kapazität | (Ruhe + Alarm) × Alterungsfaktor, aufgerundet auf 0,01 Ah |
| Empfohlene Akkugröße | nächste Standardgröße, die die erforderliche Kapazität erreicht |
| Reserve | eingebaute minus erforderliche Kapazität |
Berechnung durchführen#
1. Energieversorgung und Vorgaben#
- Öffnen Sie die Brandmeldeanlage und wählen Sie im Menü Mehr den Reiter Akkuberechnung.
- Wählen Sie unter Zentrale / Netzteil die Energieversorgung. Angeboten werden alle eingebauten Zentralen und Netzteile mit der Zahl ihrer Akkus; Alle Akkus der Anlage nimmt jeden eingebauten Akku.
- Systemspannung, Überbrückungszeit (h), Alarmdauer (min) und Alterungsfaktor kommen aus den Vorgaben der Organisation. Ändern Sie sie nur, wenn das Brandschutzkonzept für diese Anlage andere Werte vorsieht.

2. Verbraucher#
Beim ersten Öffnen schlägt Revisio die eingebauten Komponenten der Anlage als Verbraucher vor (außer Akkus und Meldergruppen), zusammengefasst nach Typ, Hersteller und Modell, mit den Strömen aus dem Katalog. Zeilen ohne Katalogwert sind gelb markiert („Stromaufnahme nicht im Katalog – bitte eintragen.“) und zählen mit 0 mA.
- Tragen Sie je Zeile Anzahl, Ruhe mA/Gerät und Alarm mA/Gerät ein, dazu einen Hinweis zur Quelle, etwa „Datenblatt“ oder „gemessen“.
- Entfernen Sie Zeilen, die nicht gebraucht werden, mit dem Papierkorb. Haben Sie den Ruhestrom an der Zentrale gemessen, entfernen Sie zum Beispiel die ringversorgten Melder.
- Aus Katalog hinzufügen … ergänzt eine Zeile aus dem Katalog der Stromaufnahmen, + Verbraucher eine leere Zeile. Aus Komponenten übernehmen ersetzt die Liste wieder durch den Vorschlag.

Unter der Tabelle stehen die Summen in mA. Verlauf der entnommenen Kapazität klappt eine Aufstellung Stunde für Stunde auf.
3. Ergebnis prüfen#
Rechts steht das Ergebnis; es rechnet bei jeder Eingabe neu.

| Bewertung | Bedeutung |
|---|---|
| Akkukapazität ausreichend | die eingebaute Kapazität erreicht die erforderliche |
| Akkukapazität nicht ausreichend | die Reserve ist negativ; empfohlen ist die angezeigte Akkugröße |
| Eingebaute Kapazität unbekannt | Akkus nicht oder ohne Typ erfasst |
Eingebaute Akkus zeigt die Akkus der gewählten Energieversorgung, auch eine Ebene tiefer (Zentrale > Netzteil > Akku). Spannung und Kapazität stehen im Typ des Akkus („12V/26Ah“). Für 24 V liegen zwei 12-V-Akkus in Reihe, weitere Paare parallel: „2 × 12 V / 26 Ah (2 in Reihe) = 26 Ah bei 24 V“. Gerechnet wird mit der kleinsten Kapazität.
Tipp
Sind die Akkus nicht oder ohne Typ erfasst, tragen Sie die Kapazität unter Eingebaute Kapazität von Hand (Ah) ein. Besser ist es, die Akkus mit Typ im Reiter Komponenten zu erfassen; dann stimmt auch die nächste Berechnung.

4. Speichern und PDF ablegen#
- Tragen Sie unter Bemerkung ein, wie die Werte ermittelt wurden.
- Klicken Sie auf Speichern und PDF ablegen.
Revisio rechnet beim Speichern selbst nach, speichert die Berechnung mit allen Eingaben und legt das PDF „Akkuberechnung“ mit Briefkopf unter Dokumente der Anlage ab. Kann das PDF nicht erzeugt werden, wird nichts gespeichert.


Das PDF enthält Ergebnis, Grundlagen, Verbraucher mit Summen, den Rechenweg, die eingebauten Akkus, die Bemerkung und den Verlauf der entnommenen Kapazität. Gespeicherte Berechnungen werden nicht mehr geändert. Übernehmen lädt eine Berechnung als Ausgangspunkt für eine neue; gibt es schon gespeicherte Berechnungen, beginnt der Rechner mit der letzten.
Vorgaben und Stromaufnahmen pflegen#
Unter Verwaltung > Notstromberechnung (Recht „Einstellungen verwalten“) legen Sie die Vorgaben für jede neue Berechnung fest und pflegen den Katalog der Stromaufnahmen.

| Vorgabe | Üblich | Hinweis |
|---|---|---|
| Überbrückungszeit (h) | 72 | ohne Netzersatzanlage und ohne ständig besetzte Stelle; kürzere Zeiten nur, wenn das Brandschutzkonzept sie erlaubt |
| Alarmdauer (min) | 30 | |
| Alterungsfaktor | 1,25 | Zuschlag für Alterung und Temperatur |
| Systemspannung | 24 V | 12, 24 oder 48 V |
| Standard-Akkugrößen (Ah) | 7; 12; 17; 24; 38; 45; 65 | mit Semikolon getrennt |
Übliche Werte einsetzen stellt diese Werte wieder her; Speichern oben rechts sichert die Änderungen.
Unter Stromaufnahmen steht je Eintrag Bezeichnung, Hersteller, Modell, Ruhe- und Alarmstrom in mA und ein Hinweis zur Quelle. Mit Modell belegt die Akkuberechnung die Ströme für passende Komponenten vor („BE-PSE-01“ = „BE-PSE01“); Einträge ohne Modell stehen im Rechner unter Aus Katalog hinzufügen …. Stehen mehrere Einträge für dasselbe Modell im Katalog, gilt der mit dem höchsten Alarmstrom.
Hinweis
Prüfen Sie Katalogwerte vor der Auslegung gegen das aktuelle Datenblatt des Herstellers.
Akkurechner in der Techniker-App#
In der Techniker-App gibt es einen einfachen Rechner ohne Speichern: Startseite > Akkuberechnung. Der Techniker gibt Ruhe- und Alarmstrom in Ampere ein, etwa vom Display der Zentrale; die Vorgaben des Büros sind vorbelegt. Mit Eingebaut (Ah) zeigt die App auch, ob die Akkus reichen. Das PDF für die Anlage erstellt das Büro.

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